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Wegweisende Beschlüsse des 31. Ordentlichen Verbandstages für den Spielbetrieb

Ampelkarte – Bisher hatte die Gelb-Rote Karte in den Amateur-Spielklassen des wfv keine Folge für den hinausgestellten Spieler. Im Profibereich ist ein solcher Spieler für das jeweils folgende Spiel gesperrt. Mit der Einführung des elektronischen Spielberichts wird sich das aber ab dem kommenden Spieljahr bei den Herren und Frauen ändern. Beim wfv-Verbandstag wurde die Rechts- und Verfahrensordnung dahingehend geändert, dass nach der „Ampelkarte“ der Spieler automatisch für das nächste Spiel dieser Mannschaft, egal ob Verbands- oder Pokalspiel, gesperrt ist. Die Dauer der Sperre beträgt auch zehn Tage für alle anderen Mannschaften. Der Antrag wurde mit 45 Gegenstimmen angenommen. Eine Regelung wie in der Bundesliga, dass nach fünf gelben Karten automatisch ein Spiel Sperre fällig wird, ist beim wfv hingegen nicht angedacht.

Spielmanipulation – Der Einsatz von Spielern aus einem höherklassigen Team eines Vereins in der zweiten oder dritten Mannschaft wird erschwert. Ab dem viertletzten Spieltag einer Saison und auch in der Relegation kann ein solcher Spieler nicht mehr in der unteren Mannschaft eingesetzt werden.

Vier Auswechselspieler – Bislang konnten die Vereine bei Punktspielen bis zu drei Spieler einwechseln, in C- und B-Ligen ist zudem seit diesem ein Rückwechsel möglich. In Pokalwettbewerben dagegen bestand die Möglichkeit, fünf Mal aus- und einzuwechseln. Künftig wird es eine einheitliche Regelung für alle Altersbereiche der Jugend, Frauen, Herren (einschl. Reserve) und Senioren geben, so dass in jedem Spiel, ob in der Verbandsrunde oder im Pokalwettbewerb, bis zu vier Spieler gewechselt werden können.

Spielsystem auf dem Prüfstand – Beim diesjährigen Verbandstag wurde ein Leitantrag hinsichtlich der Neustrukturierung des Spielbetriebs beschlossen. Eine Kommission aus Verbands- aber auch Vereinsvertretern wird Änderungsvorschläge zum Spielsystem bei Männern, Frauen und Jugend erarbeiten. Die Ergebnisse werden bis Ende 2016 dem wfv-Beirat vorgelegt. Prompt wurden Inhalte einiger Anträge der Vereine gar nicht abgestimmt, sondern an die neue Strukturkommission verwiesen. So hatte der FC Rottenburg angeregt, bei der A- und B-Jugend eine eingleisige Verbandsstaffel einzuführen mit vier darunter angesiedelten Landesstaffeln. Zielsetzung einer solchen Leistungskonzentration soll es sein, als Meister direkt aufzusteigen und nicht, wie schon seit Jahrzehnten üblich, noch Aufstiegsspiele bestreiten zu müssen. Der VfR Süßen beantragte, dass künftig ein Entscheidungsspiel zwischen zwei punktgleich an der Spitze stehenden Teams herbeigeführt wird, wenn ein Verein im Laufe der Runde von einem Sportgerichtsurteil (3:0- Wertung) profitiert hat.

Spielgemeinschaften: Zudem wird eine Begrenzung der Spielgemeinschaften bei Jugend und Aktiven auf drei Vereine in Spielordnung und Jugendordnung fixiert. Ausnahmen sind in einer Übergangsfrist noch für bestehende SGs möglich.

Ausbildungs- und Förderentschädigung: Die Sätze wurden an die DFB-weiten Entschädigungsbeträge angepasst.

Einführung Futsal – Zwei Anträge der Vereine beschäftigten sich auch mit der Umstellung des Hallenfußballs auf Futsal. Künftig werden die Hallenmeisterschaften des wfv ausschließlich nach

Futsal-Regeln gespielt, ab der kommenden Hallenrunde 2015-2016 auch im D-Junioren/innen- Bereich. Bezüglich der sogenannten „Privat-Turniere“, also den von Vereinen ausgerichteten

Hallentreffs sicherte Matthias Schöck „eine große Flexibilität bei der Genehmigung“ von Turnieren mit herkömmlichen Hallenfußball-Regeln zu. Zumindest bis zum nächsten Verbandstag 2018.