TSV Stetten

1909:    
Im Jahre 1909 wurde der Wunsch Realität, einen Turnverein zu gründen.
Und so fanden sich am 10. August, mit dem Gedanken von Turnvater Jahn, unter anderem die Gründungsmitgliedern Edmund Kübler, Otto Rüber, Gotthilf Schilling, Friedrich Sommer, Gottlieb Bechtel, Jakob Kurz und Heinrich Krauß ein, den Turnverein Stetten a. H. ins Leben zu rufen.

1915:    
Da 21 aktive Turner zur Wehrmacht im 1. Weltkrieg eingezogen wurden, beschloss man am 14.02.1915, die Vereinsgeschäfte bis zum Kriegsende einzustellen.

1919:    
Am 26.2.1919 wurden die Vereinsgeschäfte wieder aufgenommen. Am 4.6.1919 besuchte man das Jugendturnfest in Heilbronn, dabei konnten Otto Weissert und Wilhelm Bender einen Siegerkranz erturnen.

1920:    
Am 22. August 1920 fand das erste große Turnfest in Stetten statt. An diesem Turnfest nahmen Riegen aus vielen Nachbarvereinen teil.

1924:    
Den Höhepunkt der bis dahin begangenen Feste stellte das 15-jährige Gründungsfest am 13. Juli 1924 dar.

1933:    
Leider musste der Verein im Jahre 1933 aus wohl bekannten Gründen die Vereinsarbeit einstellen.

1946:   
Wiedergründung im März 1946. Elfriede Enderle vom „Lamm“ und Willi Haas fertigten auf einer der wenigen Schreibmaschinen im Ort die Schriftstücke an, um eine Genehmigung der US Militärregierung in Heilbronn zu erwirken. Andreas Kohl, Hermann Kümmerle, Heinz Krauß, Gotthilf Müller, Werner Müller, Willi und Kurt Schweizer, um nur einige zu nennen, waren maßgeblich am Neubeginn beteiligt.

1949:    
In diese Zeit fielen die ersten Bemühungen, in Zusammenarbeit mit dem Männergesangverein die Dreschhalle zu einer Sport- und Übungshalle umzubauen. Trotz intensiver Bemühungen kam man jedoch nicht über die Planung hinaus.
Beim 40-jährigen Jubiläum, am 28. August 1949 bestritt der TSV das Hauptspiel gegen die Traditionsmannschaft von Union Böckingen. Mit dem 1:1 Unentschieden konnte man sich durchaus sehen lassen, standen doch in den Reihen der Böckinger auch Spieler der 1. Mannschaft.

1955:    
Der August 1955 brachte dem TSV Stetten eine große Aufgabe. Man wurde mit der Durchführung des Gaukinder-Turnfestes beauftragt. Das größte Problem hierbei stellte die Quartierfrage für über 600 Kinder dar. Mit der Unterstützung vieler Mitglieder gelang es, diese Veranstaltung zu einem großen Erlebnis werden zu lassen.
Ebenfalls im August 1955 musste der Spielbetrieb der Fußballmannschaft wegen Spielermangels eingestellt werden.

1958:    
Endlich gelang es wieder, eine Fußballmannschaft zu stellen. Der Verein kaufte daraufhin drei Paar Fußballschuhe, die von den Spielern gegenüber dem Verein abbezahlt wurden.
Erfreulicherweise wurden die Bemühungen des TSV auch von der Gemeinde unterstützt. Diese stiftete dem Verein zwei Holztore. Im Gasthaus „Lamm“ standen Umkleidemöglichkeiten und ein Waschraum zur Verfügung.

1959:    
Am 20. und 21. Juni 1959 feierte man das 50jährige Jubiläum. In diesem Zusammenhang führte man wieder ein Gaukindertreffen durch.

1962:
Durch Sportunfälle und die Einberufung zur Bundeswehr wurde die Spielerdecke erneut stark dezimiert, was die Abmeldung der aktiven Mannschaft für 1962 nach sich zog. Alle Bemühungen, wenigstens eine Jugendmannschaft zu stellen, schlugen fehl. Nachdem man nun weitestgehend ohne sportliche Aktivitäten war, war es nicht verwunderlich, dass der TSV in einen Dornröschenschlaf versank.

1970:    
Den Bemühungen einiger junger Stettener war es zu verdanken, dass der TSV im Jahre 1970 zu neuem Leben erwachte. Nach der Wiedergründung am 19. November 1970, bei der kommissarisch ein Ausschuss gewählt wurde, fand am 29. Dezember in der Gaststätte Bälz sofort eine 1. Generalversammlung statt. Hier wurden dann Vorstand und Ausschuss offiziell von den Mitgliedern bestätigt bzw. gewählt.

1971:    
Im Sommer 1971 wird der neue Sportplatz eingeweiht, das damit verbundene Sportfest wird zum Ereignis des Jahres. Der Verein hat jetzt schon über 100 Mitglieder.
Die Fußballmannschaft hatte einen guten Start und belegte in der Vorrunde auf Anhieb den 2. Platz, punktgleich mit dem Tabellenersten. Auch die Jugendfußballer konnten erste Erfolge verbuchen.

1974:    
Der „TSV Stetten 1909 e.V.“ wurde ins Vereinsregister eingetragen.
Eine Frauengymnastikgruppe wurde gegründet.
Ein jährlicher Vereinsausflug war zu jener Zeit selbstverständlich.
Offizieller Baubeginn für das Sportheim ist der 25. Mai 1974, am 25. Juni 1976 ist offizielle Einweihung.

1975:    
Im Frühjahr 1975 zählt der TSV 140 erwachsene Mitglieder.
Die Fußballabteilung erleidet nach Trainerschwierigkeiten und vielen zu integrierenden Jugendspielern in die 1. Mannschaft Rückschläge, die sich lange Zeit mehr oder weniger auswirkten. Die Jugendfußballer schlagen sich hervorragend und gründen eine Spielgemeinschaft mit dem TSV Kleingartach. Schon damals erkannte die Vereinsleitung, dass die Jugend die Zukunft des Vereins ist. Es gab zahlreiche Spender und Idealisten, die die Jugendlichen unterstützten und sie zu den verschiedenen Spielorten chauffierten.

1981:    
Bei der Generalversammlung wird eine Tennisabteilung gegründet, die schon kurz darauf an die 100 Mitglieder hat

1985:    
Nach den Feierlichkeiten zum 75. Jubiläum findet der TSV Stetten schnell zum Vereinsgeschehen zurück.
Die Damen der Volleyballabteilung erleben einen sportlichen Höhenflug. Verantwortlich hierfür war sicherlich auch die Verpflichtung eines Trainers.
Die Tennisabteilung beschließt den Bau ihres Tennisheims.

1992:    
Eine neue Satzung und die Vereinsjugendordnung werden verabschiedet. Im Sportheim werden die Umkleideräume von den Jugendbetreuern renoviert.
Die Jedermann-Sportgruppe wird ins Leben gerufen.
Die Zahl der TSV-Mitglieder steigt auf 458.

1994:    
Im Sportheim wird eine neue Theke installiert.
Der „Kick-Blick“ als Info-Blatt der Fußballabteilung beginnt in der Saison 1994/95.

1995:    
Auf der Generalversammlung im erstmals verpachteten Sportheim finden sich 79 Mitglieder ein.
Die Wirtsleute Dimmi und Zoi haben sich bereits gut eingelebt.
Gründung der Badminton-Abteilung.
Die Bäckerei Schilling spendet der Jugendabteilung einen VW-Bus.

1996:    
Der TSV Stetten beteiligt sich beim „Schnogefescht“, das als Ausgleich zum zwei-Jahres Rhythmus des Stadtfest in Stetten veranstaltet wird.
Nach 23 Jahren erkämpfen sich die Fußballer des TSV Stetten wieder einen Meistertitel und steigen von der Kreisliga B auf in die Kreisliga A.
Alfred Rüber und Gustav Schmid werden Ehrenmitglieder.

1997:    
Vereinsförderrichtlinien der Stadt Schwaigern werden beraten und beschlossen. Hierbei sollen die Jugendlichen gefördert und für Hallen- und Sportplatzbenutzung Gebühren erhoben werden. Alles in allem für den TSV Stetten eher ein Minusgeschäft.
Das Jugendfußball-Turnier ist inzwischen ein Mammut-Projekt mit 92 Mannschaften.
Die TSV Mitgliederzahl steigt auf 520, davon 400 Aktive.

1998:    
Die Generalversammlung beschließt den Anbau zum Sportheim mit Sanitär- und Lagertrakt sowie eine Terrasse. Die Finanzierung soll mittels „Bausteinen“ und Kreditaufnahme realisiert werden. Der Antrag der Vorstandschaft wird von der Generalversammlung einstimmig angenommen.
Die Tennisabteilung beschließt als Abteilung aus dem TSV auszuscheiden und einen selbständigen Tennisclub zu gründen. Die Generalversammlung stimmt dem Antrag der Tennisabteilung zu.

1999:    
Der TSV Stetten feiert sein 90-Jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wird eine Festschrift herausgegeben und bei den Feierlichkeiten im Dezember verkauft.
Die Tischtennis-Abteilung veranstaltet zu diesem Anlass die Stadtmeisterschaften und lädt zum zweiten Bundesliga Spiel zwischen dem TSV Maxell Sontheim und dem TTC Zugbrücke Grenzau in die Stettener Halle ein.

2000:
Die Fußballabteilung beschließt den Spielbetrieb wegen Personalproblemen mit dem TSV Kleingartach zusammenzulegen. Die SG Stetten / Kleingartach wird gegründet.

2001:
Die Tischtennisabteilung feiert mit einem Schaukampf zwischen Jörg Roßkopf und Timo Boll ihr 25-jähriges Jubiläum.
Eine Aerobic-Gruppe unter der Leitung von Anke Bierwagen formiert sich Mittwoch abends.

2002:    
Der Sportheimanbau Richtung Süden mit Terrasse wird offiziell eingeweiht.
Eine neue Flutlichtanlage wird am Trainingsplatz installiert.

2003:  
Unter der Leitung der Tischtennis-Abteilung geht der TSV Stetten ins Internet. Unter der Adresse www.tsvstetten.de sind ab 20.09. alle Abteilungen weltweit präsent.
Das Sportheim wird an Marcello Fedele neu verpachtet.

2007:    
Es wird ein umfangreiches Sanierungsprogramm für das Sportheim beschlossen. Dabei sollen Fenster, Dach, Küche und Heizung komplett erneuert werden.
Im September wird die Mountaibike-Abteilung gegründet.

2008:    
Innerhalb von nur 6 Wochen wird von April bis Mai das Sportheim komplett saniert.
Fenster, Dach, Heizung- und Warmwasseranlage wurden ausgetauscht, Die Terrasse neu abgedichtet sowie die Fassade neu gestaltet.
Weiterhin wurde die Dachfläche zur Montage einer Photovoltaikanlage verpachtet.
Alles in allem ein Kraftakt, der nicht nur durch den unermüdlichen Einsatz der Helfer sondern auch durch die perfekte Koordination der Arbeiten durch die Bauleiter Walter Schmierer und Jörg Blaschke gemeistert wurde.
Im Juni kam man dem Interesse einiger Fußballerinnen nach und gründete eine Trainingsgruppe Mädchenfußball. Als Betreuerinnen standen Anja und Tanja Seidl, selbst Spielerinnen in der Verbandsklasse für den TSV Güglingen, zur Verfügung.
Die Winterfeier am 06.12. bricht alle Rekorde: Ca. 400 Gäste erleben einen Abend mit hochkarätigen Auftritten der Sportler und Gästen wie Bauchredner Addy Axxon.

2009:    
Der TSV Stetten feiert sein 100-jähriges Jubiläum:
Im Januar wird eine exklusive Weinprobe mit den besten Weinen aller Stettener Weinerzeuger mit Unterstützung von Ex-Vorstand und Proben-Moderator Lothar Neumann veranstaltet.
Beim Festabend im Juni werden verdiente Mitglieder mit Ehrennadeln des Vereins, des WSJ und des WLSB ausgezeichnet. Eine Festschrift wird aufgelegt und verteilt.
Im Juli steigt im Festzelt vor der Mehrzweckhalle ein Partywochenende für Jung und Alt: Freitag abends Disco, Samstagnachmittag, Kidsdance mit Antenne1 Moderator Oliver Ostermann, Abends 70er/80er-Party.
Am Sonntag Festgottestdienst mit Pfarrer Bulmann anschließend Konzert des Posaunenchores und der Stadtkapelle Schwaigern, sowie der Güglinger Guggenmusik. Ein Mammut-Programm wie es Stetten bis dato wahrscheinlich noch nicht erlebt hat.
Die Mountainbiker überqueren im August erstmals die Alpen. Die Abteilung Badminton erkundet Dublin.
Die Tischtennis Mädchen U18-Mannschaft steigt erstmals in die Landesliga des Tischtennisverbandes Württemberg-Hohenzollern auf.

2010:    
Ende November ist nach langem Genehmigungsverfahren Spatenstich für das neue Multifunktionsfeld am neu gegründeten „Sportpark Stetten am Heuchelberg“.

2011:    
Der neue „Sportpark Stetten“ wird eingeweiht.

2012:    
Die Abteilung Zumba wird mit Übungsleiterin Heike Borkmann gegründet. Bald sind hier regelmäßig bis zu 50 Sportlerinnen regelmäßig am Trainieren.

 

Quelle: www.tsvstetten.de